Fragen, die wir ständig hören.
Ehrliche Antworten — auch dort, wo sie unbequem sind oder wir schlicht nichts behaupten dürfen.
Drei Gründe, die alle mit Knappheit zu tun haben. Erstens blüht der Jarrah-Baum nur alle zwei bis vier Jahre und dann für wenige Wochen — fällt die Blüte aus, gibt es keine Ernte, und man kann nichts «nachproduzieren». Zweitens wächst Eucalyptus marginata ausschliesslich im Südwesten Westaustraliens; es gibt keinen zweiten Anbauort auf der Welt. Drittens wird jede Charge in einem akkreditierten Labor auf ihren Aktivitätswert geprüft, was Geld kostet.
Zum Einordnen: Ein Glas à 250 g reicht bei einem Teelöffel täglich gut fünf Wochen. Das sind rund CHF 1.50 pro Tag — weniger als ein Kaffee zum Mitnehmen.
Meist wird der türkische Elvish- oder Centauri-Honig genannt, der aus einer Höhle geerntet wird und für vierstellige Beträge pro Kilo gehandelt wurde. Unter den regulär erhältlichen Honigen liegen hochgradige Manuka-Sorten und seltene australische Aktivhonige wie Jarrah im oberen Segment.
AKUNA Jarrah TA 50+ kostet CHF 55 für 250 Gramm.
Bei einem Teelöffel pro Tag rund fünf Wochen, bei zwei entsprechend gut zwei Wochen kürzer. Wir empfehlen bewusst die tägliche Verwendung statt des Aufsparens — dazu weiter unten mehr bei der Lagerung.
Vier Dinge. Die Herkunft: Der Baum wächst nur im Südwesten Westaustraliens. Die Seltenheit: Er blüht alle zwei bis vier Jahre. Die gemessene Aktivität: In der breitesten australischen Untersuchung mit 477 Honigproben gehörte Jarrah zu nur drei Florenquellen mit aussergewöhnlichen Werten. Und der Geschmack: dunkel, malzig, karamellig, mit feiner Rauchnote — anders als alles, was man aus dem Supermarktregal kennt.
TA steht für «Total Activity» — die gesamte im Labor messbare antibakterielle Aktivität einer Honigprobe. Gemessen wird im Vergleich mit Phenol: Man gibt verdünnten Honig auf eine mit Bakterien beimpfte Agarplatte und schaut, wie gross der Hof wird, in dem nichts wächst. TA 50 heisst, dieser Hof entsprach dem einer 50-prozentigen Phenollösung. Das «+» bedeutet «mindestens».
Zum Einordnen: Ab etwa TA 10 gilt ein Honig als aktiv, ab TA 30 als aussergewöhnlich.
Manuka stammt von Sträuchern der Gattung Leptospermum. Am bekanntesten ist der neuseeländische, aber Leptospermum wächst auch in Australien, vor allem an der Ostküste. Australischer Manuka ist chemisch vergleichbar und wird ebenfalls in MGO gemessen.
Mit Jarrah hat er nichts zu tun: Jarrah ist ein Eukalyptus und wirkt über einen völlig anderen Mechanismus.
Anders, nicht besser — und wer etwas anderes behauptet, verkauft. Manuka wirkt über Methylglyoxal, das chemisch stabil ist und Hitze wie Lagerung gut übersteht. Jarrah wirkt über Wasserstoffperoxid, das frisch entsteht und empfindlicher ist.
Eine Untersuchung der University of Western Australia kam zum Schluss, dass westaustralische Honige in ihrer antibakteriellen Laboraktivität mit Manuka vergleichbar sind. Der grösste Unterschied im Alltag ist ohnehin der Geschmack.
Dazu machen wir bewusst keine Aussage. AKUNA ist ein Lebensmittel, kein Arzneimittel — und gesundheitsbezogene Versprechen für Lebensmittel sind in der Schweiz und der EU streng geregelt. Wir dürften es nicht behaupten, und wir hätten auch keine Belege dafür.
Was wir sagen können: Der TA-Wert ist ein im Labor gemessener Wert für die antibakterielle Aktivität des Honigs im Reagenzglas. Was daraus für den Menschen folgt, ist wissenschaftlich nicht abschliessend geklärt — das schreiben die Studienautoren ausdrücklich selbst. Wenn dich das Thema medizinisch beschäftigt, sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Wegen des Zuckerverhältnisses. Jarrah enthält verhältnismässig wenig Glukose und viel Fruktose — und Glukose ist das, was auskristallisiert. Dazu kommt ein niedriger Pollenanteil, der als «Startkorn» für Kristalle fehlt. Ergebnis: ein Honig, der monatelang cremig-flüssig bleibt, ohne dass man ihn erwärmen muss.
Ja. Kalt geschleudert, nicht pasteurisiert, nicht erhitzt. Genau das ist die Voraussetzung dafür, dass das Enzym Glukoseoxidase intakt bleibt — es reagiert empfindlich auf Wärme.
Ein bis zwei Teelöffel. Nicht weil eine bestimmte Menge nötig wäre, sondern weil sich daraus eine Gewohnheit machen lässt: morgens pur vom Löffel, in lauwarmem Wasser mit Zitrone oder über dem Porridge.
Besser nicht in kochendes Wasser. Über etwa 40 Grad nimmt die Peroxid-Aktivität ab, weil das verantwortliche Enzym hitzeempfindlich ist. Lass den Tee zwei, drei Minuten stehen, bis er angenehm trinkwarm ist, und rühr den Honig dann ein. Geschmacklich gewinnst du dabei sogar — bei grosser Hitze verflüchtigen sich die feinen Aromen.
Kühl, dunkel und verschlossen. Zimmertemperatur genügt, der Kühlschrank ist nicht nötig. Vermeiden solltest du Sonnenlicht und Wärme.
Ein interessanter Befund aus einer australischen Langzeituntersuchung: Honige, die fünf Jahre bei Raumtemperatur lagerten, hatten ihre Wasserstoffperoxid-Aktivität fast vollständig verloren. Ein guter Grund, den Honig zu geniessen statt ihn aufzusparen.
Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ja — wie bei jedem Honig. Säuglingen unter zwölf Monaten darf grundsätzlich kein Honig gegeben werden, weil ihr Verdauungssystem mit möglichen Bakteriensporen noch nicht umgehen kann. Das gilt weltweit für alle Honige, unabhängig von Qualität und Herkunft.
Weil die Schweiz keinen zweiten Schweizer Honig braucht. Schweizer Imkerinnen und Imker machen hervorragende Arbeit, und wir würden ihnen mit einem austauschbaren Produkt keinen Gefallen tun.
Was es hier nicht gibt, ist Jarrah — der Baum wächst nun einmal nur im Südwesten Australiens. Genau deshalb holen wir ihn von dort.
Direkt von unserem Imker in Westaustralien zu uns nach Liestal, ohne Zwischenhändler. Die CO₂-Emissionen des Transports berechnen wir über CarbonCare und kompensieren sie über Swiss Climate. Zusätzlich fliesst pro verkaufter Einheit 1 AUD an Trillion Trees Australia, die im Südwesten Westaustraliens aufforsten.
Mehr dazu auf unserer Seite zur Nachhaltigkeit.
Weil jede Charge geprüft wird. Der Aktivitätswert wird in einem akkreditierten australischen Labor bestimmt, und der Honig ist sortenrein von einem einzigen Imker aus einer definierten Region. Wenn du den Laborbericht zu deiner Charge sehen möchtest, schreib uns — wir schicken ihn dir.
Genug gelesen.
Der Rest ist Geschmackssache — im wörtlichen Sinn.


